Nicht aus dem Auge verlieren: Atomkraft Unglück Fukushima

31 Aug

Über fünf Monate ist es nun her, seit, ausgelöst durch ein extrem starkes Erdbeben, in Fukushima die Atomkatastrophe geschah. Atomkraft geriet einmal mehr in Kritik und grüne Investments erlebten einen Boom.

Die Nachfrage an Fonds im Bereich der erneuerbaren Energien stieg und steigt um ein vielfaches. Die Folgen des Atomunglücks sind nun bereits genauer erkennbar, für Japan jedoch weiterhin ein großes Problem.

Verlor seinen Job durch Missmanagement: Naoto Kan

Verlor seinen Job durch Missmanagement: Naoto Kan

Gestern wurde in Japan Yoshihiko Noda als neuer Regierungschef mit großer Mehrheit vom japanischen Parlament gewählt. Naoto Kan, der während des Unglücks regierte, verlor seinen Job aufgrund seines Missmanagements während der Krise. Bereits vor der Atomkatastrophe war Kan vielerseits unbeliebt gewesen. Die japanische Regierungspartei DPJ gab nun zum Zeitpunk des Führungswechsels einen Bericht über die aktuelle Lage in Fukushima:

Neuer Regierungschef: Yoshihiko Noda

Bis jetzt haben laut offiziellen Berichten sechs Arbeiter eine mehr als die erlaubte Jahresdosis an radioaktiver Strahlung abbekommen. Doch das ist nicht das einzige Problem:  Tepco hat laut eigener Aussage 143 Vertragsarbeiter verloren. Vertragsarbeiter wurden von teilweise halbseidenen Unternehmen beschaffen, ohne genauer zu prüfen, ob die Arbeitskräfte überhaupt genügend qualifiziert für ihre Aufgaben sind.

Man geht davon aus, dass bis zum Mai hin insgesamt 160.000 Billionen Becquerel Jod 131 in die Umwelt gelangt sind. Dabei handelt es sich um einen radioaktiven Stoff, der relativ schnell, nach ca. 8 Tagen bereits, zerfällt. Problematischer ist viel mehr der Austritt des Casium 137. Schätzungsweise 15.000 Billionen Becquerel sind davon ausgetreten. Dieser Stoff ist auch nach vielen Jahren noch nachweisbar. Zum Vergleich: In Tschernobyl sind bei dem Atomunglück etwa 80.000 Becquerel Casium 137 ausgetreten.

Der Verkauf von Lebensmitteln ist laut der japanischen Regierung lediglich von als radioaktiv verstrahlt angesehen Orten verboten. Die Bevölkerung ist jedoch skeptisch, vorallem nachdem verstrahltes Rindfleisch aus Regionen außerhalb Fukushimas entdeckt worden war. Auch bei der EU ist höchste Vorsicht geboten. Bei Lebensmitteln aus Japan gelten verschärfte Einfuhrbestimmungen.

Wirtschaftlich gesehen gibt es nach Meinung von Experten nur geringe Auswirkungen auf Japan. Wachstumsprognosen wurden nicht nach unten revidiert; die Wirtschaft erholt sich außerordentlich schnell. Allerdings erwarten den Staat extrem hohe Ausgaben: Allein die Entschädigung für die Evakuierten könnte sich auf umgerechnet 99 Mrd. Euro belaufen.

Wie steht ihr zu dem Thema? Hat die Regierung von Japan richtig gehandelt? Werden die Betroffenen richtig behandelt?

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